3. Sinfoniekonzert des Oldenburgischen Staatstheaters: Ahnungsvoll

Wolfgang Amadeus Mozart (1756—1791): Sinfonie Nr. 39 Es-Dur KV 543
Gustav Mahler (1860—1911): ‚Das Lied von der Erde‘ eine Symphonie für Soli und Orchester

Als „Schwanengesang“ war Mozarts Es-Dur-Sinfonie im 19. Jahrhundert bekannt – und war diese Einschätzung auch einer fehlerhaften Datierung geschuldet, so steckt doch ein Fünkchen Wahres darin: Diese Sinfonie ist die erste einer Trias, mit der Mozart im Sommer 1788 sein – von der ‚Jupitersinfonie‘ gekröntes – sinfonisches Schaffen innerhalb von nur sechs Wochen abschloss. Buchstäblich begeistert von ihrer Unbeschwertheit glaubte E. T. A Hoffmannin diesen letzten Sinfonien von Mozart „eine Ahnung des Unendlichen“ zu spüren.

Eine solche Ahnung wohnt auch Gustav Mahlers 1907/08 entstandenem ‚Lied von der Erde‘ deutlich inne, wenngleich wesentlich verklärter: Er komponierte den Liederzyklus nach der Gedichtsammlung‚ Die chinesische Flöte‘ in einer Zeit harter persönlicher Schicksalsschläge mit Kindestod,schwerer eigener Krankheit und dem Verlust seines Postens als Direktor der Wiener Hofoper. „Es ist so wie das Vorbeiziehendes Lebens, besser des Gelebten, an der Seele des Sterbenden“, charakterisierte Alban Berg dieses Werk Gustav Mahlers, das für viele Zeitgenossen als sein bestes galt und in seiner unverwechselbaren Tonsprache Schwermut mit Heiterkeit vereinte: Zum Gelebten gehören eben nicht nur die‚Einsamkeit im Herbst‘ und der ‚Jammer der Erde‘, sondern auch Schönheit, Jugend und die ‚Gefühle beim Erwachen aus einem Rausch‘ …

Solist*in: Ann-Beth Solvang/ Zoltán Nyári

Dirigent: Hendrik Vestmann

 

Ann-Beth Solvang und Zoltán Nyári

Als die norwegische Mezzosopranistin Ann-Beth Solvang und der ungarische Tenor Zoltán Nyári als Erda und Siegmund im ‚Ring‘ auf der Oldenburger Bühnebegeisterten, waren sie noch Gäste – ab der Spielzeit 2018/19 gehören sie zum Ensemble des Staatstheaters. Beide gastieren weiterhin international: So singt Solvang u. a. regelmäßig am Theater an der Wien, an der Hamburgischen Staatsoper und von Ljubljana bis Oslo, während Nyári als vielgefragter Heldentenor durch ganz Deutschland bis Malmö reist.

Informationen

Einlass:
ab 17.00 Uhr

Beginn:
18:00 Uhr

Ende:
20:15 Uhr

Veranstaltungsort:
Kongresshalle

Tickets:

Veranstalter:
Oldenburgisches Staatstheater
Theaterwall 28
26122 Oldenburg