5. Sinfoniekonzert des Oldenburgisches Staatstheaters: Heroisch

Wilhelm Stenhammar (1871—1927):  ‚Excelsior!‘ Konzertouvertüre op. 13
Dmitri Schostakowitsch (1906—1975): Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 77
Ludwig van Beethoven (1770—1827): Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 ‚Eroica‘

Wilhelm Stenhammar gilt neben Hugo Alfvén als bedeutendster schwedischer Symphoniker der Spätromantik. Seine 1896 unter Arthur Nikisch uraufgeführte erhaben-expressive Konzertouvertüre widmete er dem Philharmonischen Orchester Berlin, zu dem er offenbar seit seinem Berliner Klavierstudium ein ganz besonderes Verhältnis hatte …

Kurz nachdem Schostakowitsch 1947/48 sein 1. Violinkonzert beendet hatte, wurde er vom Sowjetregime endgültig als „formalistisch“und „antidemokratisch“ abgestempelt, sämtlicher Ämter enthoben und aus den Konzertsälen verbannt. Erst 1955 wurde das Konzert von David Oistrach uraufgeführt und frappiert seitdem nicht nur durch die Subtilität, mit der Schostakowitsch hiermit musikalischen Mitteln deutlich politische Position bezieht, sondern auch durch seine Expressivität. Der Jung-Star Emmanuel Tjeknavorian hat es sich ausdrücklich für sein drittes Oldenburger Konzert gewünscht.

Auch in mehreren Werken Beethovens schlug sich die Zeitgeschichte nieder: Die Arbeit an seiner dritten Sinfonie begann der idealistisch gesinnte Komponist mit großer Napoleon-Begeisterung, die jedoch,nachdem er den Franzosen als Tyrannen entlarvt hatte, in Entrüstung umschlug:Kurzerhand kratzte Beethoven Napoleons Namen aus der Partitur und widmete sein Werk nun allen wahren Heroen.

Dirigent: Golo Berg
Informationen

Einlass:
ab 17.00 Uhr

Beginn:
18:00 Uhr

Ende:
20:15 Uhr

Veranstaltungsort:
Kongresshalle

Venue:
Oldenburgisches Staatstheater
Theaterwall 28
26122 Oldenburg